OGV Altbach
Ihr Verein für alle Themen rund um Obst- und Gartenbau
 2022 Alle Urheberrechte: Obst- und Gartenbauverein Altbach e.V.
Streuobstwiese im Frühjahr Foto: Birgit Masur, 19.04.2012

Noch mehr Ratschläge, Hinweise und Anregungen zu

allen Themen des Obst- und Gartenbaus finden Sie in

unserem Archiv.

zum Seitenanfang zum Seitenanfang

Aktuell

Gartenarbeiten im Oktober

Arbeiten im Ziergarten

Neupflanzung vorbereiten Wer im nächsten Jahr ein neues Beet anlegen möchte, sollte jetzt im Herbst vor allem schwere und lehmhaltige Böden umgraben und lockern. Lassen Sie die groben Schollen bis zum Frühjahr liegen, der Frost wird sie im Winter weiter zerkleinern, sodass die finale Vorbereitung im Frühjahr einfacher von der Hand geht. Was kann man jetzt noch säen? Jetzt können tatsächlich noch einige Pflanzen gesät werden: Robuste Asia- Salate, Blattsenf, Guter Heinrich (ein spinatähnliches Wildgemüse), Kerbelrübe (ein Knollengemüse) und winterharte Spinatsorten. Im Gewächshaus ist ebenfalls der Anbau von winterhartem Spinat, sowie von Gartenkresse und Feldsalat noch möglich. Im Ziergarten werden Kaltkeimer wie Phlox, Fackellilie, Bergenie und Eisenhut ausgesät. Ebenso können einjährige, winterharte Pflanzen wie Kornblume und Klatschmohn jetzt gesät werden. Zudem eignet sich der Oktober wunderbar, um eine winterharte Gründüngung wie Senf auszubringen. Zwiebelblumen pflanzen Sollten Sie Ihre Zwiebelblumen für nächstes Jahr noch nicht gepflanzt haben, können Sie das noch im Oktober erledigen. Der Untergrund sollte ausreichend durchlässig sein. Staunässe und somit drohende Fäulnis kann durch die Beigabe von Sand in das Pflanzloch vermieden werden. Am besten werden die Zwiebeln beim Pflanzen nach Größe gestaffelt und in Gruppen (Tuffs) gesetzt. Einzelne Pflanzen kommen nämlich nicht so gut zur Geltung und weil man das alte Laub erst nach dem Vergilben zurückschneiden darf, lassen sich auf Rasenflächen die Gruppenpflanzungen später beim Mähen leichter aussparen. Was kann man jetzt noch pflanzen? Im Herbst gepflanzte Gehölze haben eine stressfreiere Anwachsphase, als solche, die man im Frühjahr setzt. Jetzt können die Pflanzen die vorhandene Restwärme des Bodens für ihre Wurzelbildung nutzen. Das feuchte Klima zu dieser Jahreszeit erleichtert das Einwurzeln zusätzlich, sodass die Bäume und Sträucher in der Regel gut durch den Winter kommen. Dieser Entwicklungsvorsprung hilft ihnen über Trockenzeiten hinweg, wie sie im Frühling immer häufiger auftreten. Auf gründliches Einschlämmen nach der Neupflanzung sollte trotz angesagter Niederschläge nicht verzichtet werden. Obst: Stachelbeere, Rhabarber (am besten sollte in den Boden vorher großzügig Kompost eingearbeitet werden, da die Pflanze zu den Starkzehrern gehört). Auch für Obstbäume wie Apfel, Birne, Sauerkirsche, Süßkirsche, Zwetschge oder Pflaume ist eine Herbstpflanzung im Oktober ideal. Gemüse: Topinambur, Zwiebeln und Knoblauch. Im Ziergarten: winterharte Stauden, Bäume, Sträucher und Hecken Rosenpflanzung und - pflege Jetzt bieten viele Gärtnereien wieder wurzelnackte Rosen frisch vom Acker an. Wurzelnackte Rosen, die im Frühjahr angeboten werden, haben oft schon drei bis vier Monate Lagerung im Kühlhaus hinter sich. Wählen Sie am besten gegenüber Krankheiten wie Rost und Sternrußtau widerstandsfähige ADR-Rosen aus. Wenn möglich pflanzen Sie nicht wieder an einen Platz, an dem vorher schon eine Rose gestanden hat um Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Falls Sie Rosen wieder an denselben Platz pflanzen möchten, tragen Sie möglichst viel des alten Bodens ab. Lockern Sie den Boden danach zwei Spatenstiche tief und arbeiten Sie reifen Kompost ein. Beim Pflanzen füllen Sie mit frischer Pflanzerde auf. Beim Pflanzen der Rosen muss die Veredlungsstelle etwa eine Handbreit unterhalb des Bodenniveaus liegen. Angehäufte Erde und Tannenreisig schützen die Stelle zusätzlich vor starken Frösten. Noch ein Tipp: Schneiden Sie Rosen im Herbst nicht zu stark zurück. Es ist besser, sie bei der ersten richtigen Kälte nur ein wenig zu bearbeiten und dann im Frühjahr ordentlich zu kürzen. Auf mit Sternrußtau befallenen Rosen bilden sich auf den Blättern die charakteristischen sternförmigen, schwarzen Flecken. In der Folge werden die Blätter gelb und fallen ab. Entfernen Sie das kranke Rosenlaub jetzt im Herbst aus dem Beet und entsorgen Sie es über den Hausmüll, da die Überwinterung des Sternrußtau-Pilzes im abgefallenen Laub erfolgt. Strauchpfingstrosen pflanzen Strauchpfingstrosen treiben schon sehr früh im Jahr aus und die jungen Triebe brechen beim Transport und beim Pflanzen leicht ab. Aus diesem Grund ist eine Pflanzung im Herbst besser geeignet. Damit sie nach dem Pflanzen gut anwachsen, muss sich die Veredlungsstelle mindestens drei Finger breit unter der Erdoberfläche befinden. Ein leichter Winterschutz mit Herbstlaub und Tannenreisig ist empfehlenswert. Bäume umpflanzen Merkt man, dass ein Baum doch nicht am idealen Platz steht, sollte man den Oktober nutzen, um ihn zu versetzen. Voraussetzung: Der Baum steht weniger als fünf Jahre an dieser Stelle. Bäume, die bereits lange an einer Stelle stehen, haben ihre Wurzeln schon weiter ausgebreitet und sind daher nicht nur schwerer umzusetzen, sondern überstehen den Wechsel in der Regel auch nicht gut. Laub entfernen Im Normalfall reicht es aus, das Laub alle zwei Wochen mit einem Rechen zu entfernen, ist die Blätterschicht zu dick, sollte gleich gehandelt werden, da sonst der Rasen keine Luft mehr bekommt und verrottet. Auch Laub auf einer Hecke sollte regelmäßig entfernt werden. Bei einer dicken Laubschicht kann es sonst dazu führen, dass die Hecke zu wenig Licht und Luft bekommt. Wenn Sie Ihren Gartenteich nicht mit einem Laubnetz abgedeckt haben, sollten Sie jetzt regelmäßig die Blätter mit einem Kescher von der Oberfläche abfischen. Sie sinken sonst auf den Teichgrund und werden dort zu Faulschlamm zersetzt. Entfernen Sie aus dem gleichen Grund außerdem alle vergilbten Blätter von Seerosen und anderen Wasserpflanzen. Mulchen Um offene Flächen vor der Kälte zu schützen, sollte eine Mulchschicht aus gesundem Laub aufgetragen werden. Das Material verrottet und wird zu Humus, der Wasser und Nährstoffe speichert. Darunter bleibt der Boden locker und fruchtbar. Samenstände von Stauden und Früchte von Heckenpflanzen dienen Vögeln als Nahrung und sollten aus diesem Grund jetzt nicht entfernt bzw. nicht mehr geschnitten werden. Pampasgras schützen Das Herz des Pampasgrases ist sehr nässeempfindlich. Schützen Sie es vor Feuchtigkeit durch eindringenden Regen, indem Sie den Blattschopf zusammenbinden. Frostempfindliche Kübelpflanzen einräumen Die Überwinterung von Kübelpflanzen sollte so kurz wie möglich und so lange wie nötig dauern. Sie sollten vermeiden, Ihre Pflanzen zu früh "ins Warme" zu holen, denn in den meisten Überwinterungsquartieren herrschen eher ungünstige Bedingungen. Ein abrupter Wechsel, mit einem großen Temperaturunterschied vom Balkon oder der Terrasse hinein ins Winterquartier, sollte jedoch auf jeden Fall vermieden werden… Weiter lesen Kompost umsetzen Ende Oktober sollte der Kompost noch einmal umgesetzt werden. Reifen Kompost kann man noch verteilen. Unkrautplage eindämmen Da viele „Unkräuter“ jetzt ihre Samen verlieren, sollten Sie sie vorher schnell jäten, um sich viel Arbeit im nächsten Jahr zu ersparen. Schneckenplage eindämmen Schließen und glätten Sie alle Bodenspalten in Gemüse- und Blumenbeeten, dann können Schnecken dort ihre Eier zur Überwinterung nicht mehr ablegen. So hat man auf ganz natürliche Weise weniger Schnecken im nächsten Jahr. Nistkästen reinigen Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, um Nistkästen für Vögel zu reinigen, denn manch ein gefiederter Freund nutzt sie auch als Winterbehausung. Das Tragen von Handschuhen und einer Atemschutzmaske zum Schutz vor verschiedenen Parasiten ist anzuraten.

Arbeiten im Obstgarten

Die letzte Ernte einfahren Im Oktober werden noch einige Nutz- und Gemüsepflanzen das letzte Mal geerntet. Dazu gehören die wärmeliebenden Gemüse wie Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen. Bei Tomaten sollten auch die grünen Früchte mitgeerntet werden. An einem sonnigen Platz können sie noch nachreifen. Schnittlauch kann ein letztes Mal geerntet und ggf. vorgeschnitten eingefroren werden. Späte Apfel- und Birnensorten werden jetzt reif. Sollte es zu ersten Nachtfrösten kommen, schadet dies dem Kernobst nicht, denn die Früchte vertragen kurzfristige Temperaturen bis minus 5°C ohne Probleme. Nur ernten sollte man sie im gefrorenen Zustand nicht. Die Obsternte sollte nach Möglichkeit früh morgens stattfinden, wenn die Früchte noch kühl und feucht sind. Dabei sollten die Früchte nicht mit den Fingern gedrückt, oder gar mit den Fingernägeln beschädigt werden. Zum Ernten von Birnen und Äpfeln nimmt man diese in die Handfläche, hebt sie an und dreht sie ab. Bei Apfelsorten, welche zwei- bis dreimal durchgepflückt werden, sollte die letzte Ernte nur kurz gelagert bzw. schnell verbraucht werden. Allgemein ist eine Lagerung bei 2 bis 5 °C und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 80 % anzustreben. Die Ernte von Quitten sollte erst erfolgen, wenn die Schale komplett gelb geworden ist und der Filzüberzug sich beginnt zu lösen. Bei zu später Ernte ist mit Fleischbräune zu rechnen. Die Schale von Walnüssen spring jetzt auf und gibt die Nüsse frei. Sollte sich die grüne Schale nicht geöffnet haben, müssen die Früchte von Hand von dieser befreit werden. Dazu tragen Sie am besten Handschuhe, um Ihre Haut vor Verfärbungen durch die Gerbstoffe zu schützen. Die Nüsse müssen unbedingt gut getrocknet und luftig gelagert werden, um einer gesundheitsschädlichen Schimmelbildung vorzubeugen. Herbst-Himbeeren schneiden Alle abgeernteten Triebe werden auf Bodenhöhe abgeschnitten. Leimringe gegen Frostspanner Um die Weibchen des Kleinen Frostspanners an der Eiablage zu hindern, sollten Sie rechtzeitig Leimringe rundum dicht und fest an den Stämmen der Obstbäume anbringen.
Foto: Birgit Masur, 07.09.2022 Foto: Birgit Masur, 07.09.2022 Foto: Birgit Masur, 07.09.2022 Foto: Birgit Masur, 07.09.2022 Foto: Birgit Masur, 01.10.2022
OGV Altbach
Ihr Verein für alle Themen rund um Obst- und Gartenbau
© Copyright by Obst- und Gartenbauverein Altbach e.V.

Aktuell

Gartenarbeiten im Oktober

Arbeiten im Ziergarten

Neupflanzung vorbereiten Wer im nächsten Jahr ein neues Beet anlegen möchte, sollte jetzt im Herbst vor allem schwere und lehmhaltige Böden umgraben und lockern. Lassen Sie die groben Schollen bis zum Frühjahr liegen, der Frost wird sie im Winter weiter zerkleinern, sodass die finale Vorbereitung im Frühjahr einfacher von der Hand geht. Was kann man jetzt noch säen? Jetzt können tatsächlich noch einige Pflanzen gesät werden: Robuste Asia-Salate, Blattsenf, Guter Heinrich (ein spinatähnliches Wildgemüse), Kerbelrübe (ein Knollengemüse) und winterharte Spinatsorten. Im Gewächshaus ist ebenfalls der Anbau von winterhartem Spinat, sowie von Gartenkresse und Feldsalat noch möglich. Im Ziergarten werden Kaltkeimer wie Phlox, Fackellilie, Bergenie und Eisenhut ausgesät. Ebenso können einjährige, winterharte Pflanzen wie Kornblume und Klatschmohn jetzt gesät werden. Zudem eignet sich der Oktober wunderbar, um eine winterharte Gründüngung wie Senf auszubringen. Zwiebelblumen pflanzen Sollten Sie Ihre Zwiebelblumen für nächstes Jahr noch nicht gepflanzt haben, können Sie das noch im Oktober erledigen. Der Untergrund sollte ausreichend durchlässig sein. Staunässe und somit drohende Fäulnis kann durch die Beigabe von Sand in das Pflanzloch vermieden werden. Am besten werden die Zwiebeln beim Pflanzen nach Größe gestaffelt und in Gruppen (Tuffs) gesetzt. Einzelne Pflanzen kommen nämlich nicht so gut zur Geltung und weil man das alte Laub erst nach dem Vergilben zurückschneiden darf, lassen sich auf Rasenflächen die Gruppenpflanzungen später beim Mähen leichter aussparen. Was kann man jetzt noch pflanzen? Im Herbst gepflanzte Gehölze haben eine stressfreiere Anwachsphase, als solche, die man im Frühjahr setzt. Jetzt können die Pflanzen die vorhandene Restwärme des Bodens für ihre Wurzelbildung nutzen. Das feuchte Klima zu dieser Jahreszeit erleichtert das Einwurzeln zusätzlich, sodass die Bäume und Sträucher in der Regel gut durch den Winter kommen. Dieser Entwicklungsvorsprung hilft ihnen über Trockenzeiten hinweg, wie sie im Frühling immer häufiger auftreten. Auf gründliches Einschlämmen nach der Neupflanzung sollte trotz angesagter Niederschläge nicht verzichtet werden. Obst: Stachelbeere, Rhabarber (am besten sollte in den Boden vorher großzügig Kompost eingearbeitet werden, da die Pflanze zu den Starkzehrern gehört). Auch für Obstbäume wie Apfel, Birne, Sauerkirsche, Süßkirsche, Zwetschge oder Pflaume ist eine Herbstpflanzung im Oktober ideal. Gemüse: Topinambur, Zwiebeln und Knoblauch. Im Ziergarten: winterharte Stauden, Bäume, Sträucher und Hecken Rosenpflanzung und - pflege Jetzt bieten viele Gärtnereien wieder wurzelnackte Rosen frisch vom Acker an. Wurzelnackte Rosen, die im Frühjahr angeboten werden, haben oft schon drei bis vier Monate Lagerung im Kühlhaus hinter sich. Wählen Sie am besten gegenüber Krankheiten wie Rost und Sternrußtau widerstandsfähige ADR-Rosen aus. Wenn möglich pflanzen Sie nicht wieder an einen Platz, an dem vorher schon eine Rose gestanden hat um Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Falls Sie Rosen wieder an denselben Platz pflanzen möchten, tragen Sie möglichst viel des alten Bodens ab. Lockern Sie den Boden danach zwei Spatenstiche tief und arbeiten Sie reifen Kompost ein. Beim Pflanzen füllen Sie mit frischer Pflanzerde auf. Beim Pflanzen der Rosen muss die Veredlungsstelle etwa eine Handbreit unterhalb des Bodenniveaus liegen. Angehäufte Erde und Tannenreisig schützen die Stelle zusätzlich vor starken Frösten. Noch ein Tipp: Schneiden Sie Rosen im Herbst nicht zu stark zurück. Es ist besser, sie bei der ersten richtigen Kälte nur ein wenig zu bearbeiten und dann im Frühjahr ordentlich zu kürzen. Auf mit Sternrußtau befallenen Rosen bilden sich auf den Blättern die charakteristischen sternförmigen, schwarzen Flecken. In der Folge werden die Blätter gelb und fallen ab. Entfernen Sie das kranke Rosenlaub jetzt im Herbst aus dem Beet und entsorgen Sie es über den Hausmüll, da die Überwinterung des Sternrußtau-Pilzes im abgefallenen Laub erfolgt. Strauchpfingstrosen pflanzen Strauchpfingstrosen treiben schon sehr früh im Jahr aus und die jungen Triebe brechen beim Transport und beim Pflanzen leicht ab. Aus diesem Grund ist eine Pflanzung im Herbst besser geeignet. Damit sie nach dem Pflanzen gut anwachsen, muss sich die Veredlungsstelle mindestens drei Finger breit unter der Erdoberfläche befinden. Ein leichter Winterschutz mit Herbstlaub und Tannenreisig ist empfehlenswert. Bäume umpflanzen Merkt man, dass ein Baum doch nicht am idealen Platz steht, sollte man den Oktober nutzen, um ihn zu versetzen. Voraussetzung: Der Baum steht weniger als fünf Jahre an dieser Stelle. Bäume, die bereits lange an einer Stelle stehen, haben ihre Wurzeln schon weiter ausgebreitet und sind daher nicht nur schwerer umzusetzen, sondern überstehen den Wechsel in der Regel auch nicht gut. Laub entfernen Im Normalfall reicht es aus, das Laub alle zwei Wochen mit einem Rechen zu entfernen, ist die Blätterschicht zu dick, sollte gleich