OGV Altbach
Ihr Verein für alle Themen rund um Obst- und Gartenbau
 2022 Alle Urheberrechte: Obst- und Gartenbauverein Altbach e.V.
Streuobstwiese im Frühjahr Foto: Birgit Masur, 19.04.2012

Aktuell im Juni

Allgemeine Gartenarbeiten

Grundsätzliches zum Gießen

Verwenden Sie zum Gießen möglichst abgestandenes Wasser und gießen Sie bevorzugt morgens, damit die Pflanzen schnell wieder abtrocknen können. Regenwassernutzung ist anzustreben, da Leitungswasser oft zu kalkhaltig für die Pflanzen ist. Besser ist es, nicht zu oft, dafür aber durchdringend zu wässern. Bitte nach dem Gießen kein Wasser im Untersetzer stehen lassen.

Mulchen

Für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgt eine Mulchdecke aus Stroh, Rindenmulch, Rasenschnitt oder anderen Mulchmaterialien. Bei häufigem Mulchen mit Stroh eine zusätzliche Stickstoffgabe geben. Grasschnitt lassen Sie gut antrocknen. Niemals frisch verwenden und immer nur eine dünne Schicht aufbringen!

Kompost: Kürbis als Schattenspender

Pflanzen Sie neben Ihren Kompostbehälter am besten ein bis zwei Kürbispflanzen und leiten Sie die Triebe an den Seitenwänden hoch. Die großen Kürbisblätter beschatten den Kompost und sorgen bei kräftigen Regenfällen dafür, dass er nicht zu stark vernässt.

Kräuterbrühen herstellen

Mit Kräuterbrühen aus Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Rainfarn oder Beinwell können Sie die Widerstandskraft von Tomaten und anderen pilzgefährdeten Pflanzen stärken. Die Wirkung beruht vor allem auf Kalium und verschiedenen Spurenelementen, die aus dem Pflanzenmaterial in die Flüssigkeit übergehen.

Arbeiten im Gemüsegarten

Aussaat

Um während der Saison jederzeit frischen Salat genießen zu können, sollten Sie laufend neue Jungpflanzen nachziehen. Beachten Sie, dass sich für die Aussaat während der Sommermonate nur hitzefeste Sorten eignen. Geeignet sind zum Beispiel Endivien, Eisbergsalat, Kopfsalat, Rucola und Pflücksalate. Bei Temperaturen über 18 Grad Celsius keimen die Samen schlecht, deshalb sollten Sie Pflück- und Kopfsalat bis zur Keimung mit einem weißen Vlies vor Überhitzung schützen. Auch Gemüse wie Blumenkohl, Buschbohnen, Fenchel, Lauchzwiebeln, späte Möhren, Mangold, Pak Choi, Radieschen, Rettich, Radicchio, Rote Bete, Spinat, späte Stangenbohnen, Weißkohl, Zucchini und Kräuter wie Bohnenkraut, Dill, Koriander, Petersilie, Schnittlauch und Winterkresse können jetzt ausgesät werden.

Kräuter verjüngen

Um halbstrauchig wachsenden Kräuter wie Salbei, Thymian und Ysop vor der Vergreisung zu bewahren, können die Pflanzen nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Sie treiben wieder kräftig aus der Basis und bilden dichte Büsche. Schneiden Sie die Pflanzen am besten bei bedecktem Himmel. Auch Rosmarin verkahlt von unten und wird unansehnlich, wenn man ihn nicht regelmäßig nach der Blüte kräftig stutzt.

Kräuter trocknen

Kräuter wie Salbei, Thymian oder Pfefferminze sind vor der Blüte am aromatischsten. Zum Trocknen sollten jetzt geerntet werden.

Tomaten ausgeizen

Tomaten bilden in den Blattachseln sogenannte Geiztriebe, die Sie regelmäßig ausbrechen sollten. Die unerwünschten Seitentriebe beanspruchen unnötig viel Raum und sind sehr instabil, außerdem können sie sich negativ auf den Ertrag auswirken.

Salatgurken ausdünnen

Damit Salatgurken einen kräftigen Mitteltrieb und nicht zu viele Früchte bilden, muss man sie regelmäßig ausdünnen. In der Regel belässt man nur die erste Frucht am sechsten Blatt eines jeden Seitentriebs. Alle Früchte und Seitentriebe in den stammnäheren Blattachseln werden entfernt.

Blütenabwurf bei Paprika vorbeugen

Meist werfen Paprika bei zu üppiger Entwicklung nach höheren Düngergaben plötzlich ihre Blüten ab. Auch Trockenheit, kühle Nächte, zu hohe Temperaturen oder eine ungenügende Befruchtung gelten als Auslöser. Im Frühbeet oder Gewächshaus sollten Sie an wärmeren Tagen kräftig lüften! Außerdem sollten Sie alle 14 Tage sparsam düngen und regelmäßig gießen.

Rhabarber und Spargel

Spargel sollte im ersten Erntejahr nur bis zum 10. Juni, und in den darauffolgenden Jahren bis zum Johanni-Tag (24. Juni) gestochen werden. Vergessen Sie nicht, bei den Rhabarberpflanzen regelmäßig die Blütentriebe auszubrechen. Ab dem 21. Juni ist die Rhabarbersaison dann offiziell vorbei, da die Oxalsäure-Konzentration sonst zu hoch wird. Damit die Pflanzen bis zum nächsten Frühjahr genügend Reservestoffe für die Ernte des nächsten Jahres bilden können, sollte man den Rhabarber düngen, indem man zwei bis drei Liter Kompost in den Boden einarbeitet.

Frühkartoffeln ernten

Frühkartoffeln schmecken am besten, wenn man sie nicht ganz ausreifen lässt. Darum warten Sie besser nicht, bis das Laub abgestorben ist. Aufgrund ihrer dünnen Schale lassen sie sich nicht lange lagern.

Gewächshaus schattieren und lüften

An heißen Sommertagen müssen Sie Ihre Tomaten und Gurken im Gewächshaus durch Schattieren und Lüften vor Überhitzung schützen.

Arbeiten im Ziergarten

Blumen-Aussaat

Ringelblumen, Wicken, Schleierkraut, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse, Gänseblümchen, Goldlack, Klatschmohn, Kornblumen, Sonnenblumen, Vergissmeinnicht, Islandmohn, Stiefmütterchen, Bartnelken, Stockrosen und Schmuckkörbchen können noch ausgesät werden.

Vorblüteschnitt für kompaktere Stauden

Manche Stauden neigen bei zu guter Nährstofflage zu allzu hohem Wuchs, sodass die Triebe mittig auseinanderfallen. Kürzt man sie Mitte Mai bis Mitte Juni um gut ein Drittel bis zur Hälfte der Länge ein, …weiter lesen

Hohe Stauden stützen

Stützen Sie hochwachsende Stauden durch Hochbinden ab, damit sie von eventuell starkem Juniregen nicht an den Boden gedrückt werden. Auf diese Weise hält die Blütenpracht länger.

Pflegemaßnahmen an Rosen

Rosen sollten nur bis Juli gedüngt werden. Spätere Düngergaben verhindern ein Ausreifen des Holzes. Dadurch können die Pflanzen im Winter Frostschäden erleiden. Schneiden Sie verblühte Rosen regelmäßig aus. Der richtige Schnitt sollte so erfolgen, dass er unterhalb des ersten bzw. zweiten voll entwickelten Blattes erfolgt.

Rosenblatt-Rollwespe

Wenn sich vom Blattrand die einzelnen Fiederblätter nach unten hin einrollen, sitzt im Innern häufig eine Raupe. Befallene Blätter sollten Sie entfernen, bevor sich die Larven zur Verpuppung in den Boden zurückziehen.

Formheckenschnitt

Dort, wo keine Vögel mehr brüten, kann die Hecke geschnitten werden. Die meisten Hecken werden so geschnitten, dass sie nach dem Schnitt oben schmaler sind als unten. Schattenverträglichere Gehölze wie Buche oder Hainbuche können auch kastenförmig geschnitten werden.

Arbeiten im Obstgarten

„Wasserschosse“ entfernen beim „Juniriss“

Stark wachsende Apfel- und Birnbäume entwickeln nach einem kräftigen Rückschnitt auf der Oberseite der Äste meist unzählige Neutriebe ("Wasserschosse"). Entfernt man diese beim regulären Baumschnitt, treiben aus der Ansatzstelle oft neue Wasserschosse, die dann ebenfalls entfernt werden müssen. Besser ist es, die gerade einmal 30 bis 40 Zentimeter langen Zweige gegen die Wuchsrichtung mit einem kräftigen Ruck herauszureißen. Voraussetzung für diese „Juniriss“ genannte Methode ist, dass die Triebe noch nicht verholzt sind. Aber Achtung: Nicht alle Triebe müssen entfernt werden, denn diese Triebe sind zukünftiges Fruchtholz! Wie beim normalen Schnitt lässt man geeignete Triebe stehen, auf die der Baum die aufsteigenden Säfte ableiten kann.Vorhandene Knospen ("schlafende Augen") werden bei dieser Methode ebenfalls mit herausgerissen. Somit treibt der Baum im Folgejahr nicht ganz so viele neue Wasserschosse aus und das Baumwachstum wird beruhigt.

Wurm im Apfel

Die Apfelwickler-Falter schlüpfen ab Mitte Mai, die Hauptflugzeit ist um Mitte Juni. Die Weibchen legen nach der Befruchtung ihre Eier an die Früchte und die Raupen entwickeln sich in den Früchten. Am Ende der Raupenentwicklung verlassen sie die Frucht und suchen sich ein Versteck unter Borkenschuppen zur Überwinterung. Im nächsten Frühjahr verpuppen sie sich und aus diesen Puppen schlüpfen dann wieder Apfelwickler-Falter. In warmen Jahren können sich zwei Generationen gleich hintereinander entwickeln. Es lohnt sich bis zum Zeitpunkt des Falterschlupfs die Baumstämme nach Puppen abzusuchen und diese zu entfernen. Fallobst sollte nie liegengelassen werden, da sich hierin oft Raupen befinden. Ab Ende Mai werden Wellpappe-Fanggürtel um die Baumstämme und um die Baumpfähle gelegt. Diese müssen regelmäßig überprüft und Raupen bzw. Puppen daraus entfernt und vernichtet werden, um eine Wirkung zu haben. Von Mai bis August können Apfelwickler-Lockstoff-Fallen aufgehängt werden, mit denen die Männchen abgefangen werden. Ist mit hohen Befallsdruck zu rechnen, kann man zur Eiablagezeit den Eiparasiten Trichogramma ausbringen, oder den Apfelwickler mit einem Granulosevirus-Präparat bekämpfen.

Befall mit Apfel-Gespinstmotte

An vielen Apfelbäumen sind jetzt die Gespinste der Raupen der Apfel-Gespinstmotte (Yponomeuta malinellus) zu sehen. Einen bleibenden Schaden richten diese gefräßigen Raupen an den befallenen Pflanzen in der Regel nicht an. Wenn die Raupen sich verpuppen, wachsen die Blätter schnell nach. Für eine Behandlung mit Spritzmitteln ist es jetzt bereits zu spät. Es gibt verschiedene Gespinstmotten-Arten (häufig sind auch die Traubenkirschen- und die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte), welche sehr wirtstreu sind, d.h. dass benachbarte Pflanzen anderer Gattungen nicht in Gefahr sind.

Kirschfruchtfliegen

Mit den Maden der Fruchtfliege befallene Früchte können Sie nicht mehr verwerten. Um einen erneuten Befall im nächsten Jahr zu verringern, müssen Sie alle madigen Kirschen abernten, damit die Larven nicht zu Boden fallen und dort überwintern. Gelbtafeln zum Abfangen von Kirschfruchtfliegen sollten kurz vor dem Farbumschlag der Kirschen von Grün nach Gelb erfolgen.

Monilia reduzieren

Bei mit Monilia infizierten Blüten und Triebspitzen an Aprikosen, Pfirsichen, insbesondere Sauerkirschen und Mandelbäumchen, sollten befallene Stellen herausgeschnitten werden, um den Infektionsdruck zu vermindern. Wie weit eine Pflanze mit diesem Pilz befallen ist, erkennt man gut beim Rückschnitt. Es sollte immer so weit zurückgeschnitten werden, bis in den Schnittstellen kein braunes, befallenes Gewebe mehr erkennbar ist. Die Pilzerkrankung Monilia tritt übrigens über die Blüte in die Pflanze ein.

Mehltau an Stachelbeere

Kontrollieren Sie Stachelbeersträucher auf Mehltaubefall. Befallene Triebspitzen werden abgeschnitten und entfernt. Es gibt Sorten auf dem Markt, die resistent gegen diesen Pilz sind. Solche Sorten, wie zum Beispiel Invicta, sollte man bevorzugen.

Triebinfektion mit Feuerbrand

Achten Sie auf Feuerbrand-Triebinfektionen bei Kernobst. Kontrollieren Sie auch Wirtspflanzen wie Zwergmispel (Cotoneaster), Feuerdorn (Pyracantha), Weißdorn (Crataegus) und Mehlbeere (Sorbus). Bei Befall schneiden Sie weit ins gesunde Holz zurück. Stark befallene Zierpflanzen sollten komplett gerodet und wo möglich verbrannt werden. Desinfizieren der Schnittgeräte nicht vergessen!

Pflaumenwicklerbefall eindämmen

Die Anzahl madiger Pflaumen, Zwetschgen, Pfirsiche und Aprikosen lässt sich reduzieren, wenn Sie regelmäßig die von den Raupen der ersten Generation des Pflaumenwicklers befallenen, abgestoßenen grünen Früchte aufsammeln und vernichten. Dadurch wird die ab Juli fliegende zweite Wickler- Generation deutlich dezimiert.

Schwach tragende Obstbäume

Bei schlecht tragenden Bäumen, die ansonsten ein gutes Triebwachstum aufweisen, sollte man wuchsfördernde Maßnahmen wie Düngung unterlassen. Bäume mit zu geringem Behang bringen oft zu große Früchte, die instabil und weniger gut haltbar sind.

Früchte ausdünnen

Die Fruchtzahl pro Baum in guten Lagen muss noch reguliert werden. Wenn der sogenannte Junifall abgeschlossen ist, kann noch mit der Hand ausgedünnt werden, das heißt, bei Sorten mit zu hohem Fruchtansatz werden überschüssige Früchte von Hand entfernt. Je früher dies geschieht, desto besser ist es für die Blütenbildung im nächsten Jahr. Bei dieser Maßnahme kann schon eine Vorsortierung am Baum vorgenommen werden, das heißt, man kann beschädigte und ungünstige Früchte direkt entfernen. Äpfel sollten so vereinzelt werden, dass pro Fruchtstand bei kleinfrüchtigen Sorten eine Frucht und bei großfrüchtigen Sorten zwei Früchte bleiben. Im Idealfall hängen die Früchte 15 bis 20 cm auseinander. Bei Steinobst können folgende Fruchtzahlen angestrebt werden: - Pfirsiche: faustbreiter Abstand zwischen den Früchten notwendig, da sonst kurz vor der Ernte ein Abdrücken der Früchte droht. - Zwetschgen: max. 20 Früchte pro laufendem Meter Fruchtholz.

Baumscheiben freihalten

Die Baumscheibe, also der Bereich von 50 bis 100 Zentimeter Durchmesser rund um den Stamm, sollte frei von Bewuchs bleiben, da Gräser und Beikräuter mit dem Baum um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Zudem kann ein dichter Bewuchs bis zum Stamm die gefürchtete Kragenfäule fördern. Eine Mulchschicht aus organischem Material verhindert, dass sich nach dem Jäten erneut Unkräuter breitmachen und vermindert die Verdunstung im Wurzelbereich.

Obstbäume bei Trockenheit wässern

Obstbäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume beispielsweise brauchen in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter Wasser. Die Steinzellenbildung bei Birnenfrüchten ist sortenabhängig, aber auch auf Trockenheit während der Fruchtentwicklung zurückzuführen.
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Noch mehr Ratschläge, Hinweise und Anregungen zu

allen Themen des Obst- und Gartenbaus finden Sie in

unserem Archiv.

Natur des

Jahres

Wussten Sie schon…?

Ein Auszug aus den „Jahreswesen“ 2024

Baum des Jahres: die Mehlbeere Blume des Jahres: die Grasnelke Streuobstsorte des Jahres: die Bühler Frühzwetschge Gemüse des Jahres: die Rote Beete Heilpflanze des Jahres: der Schwarze Holunder Arzneipflanze des Jahres: die Blutwurz Giftpflanze des Jahres: der Blauregen Staude des Jahres: der Blutweiderich
Feuerbrand am ApfelbaumFoto: Birgit Masur, 25.08.2023 Vor dem Vorblütenschnitt  Foto: Birgit Masur, 06.06.2024 Nach dem Vorblütenschnitt an Chrysantheme  Foto: Birgit Masur, 06.06.2024
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Aktuell im Juni

Allgemeine Gartenarbeiten

Grundsätzliches zum Gießen

Verwenden Sie zum Gießen möglichst abgestandenes Wasser und gießen Sie bevorzugt morgens, damit die Pflanzen schnell wieder abtrocknen können. Regenwassernutzung ist anzustreben, da Leitungswasser oft zu kalkhaltig für die Pflanzen ist. Besser ist es, nicht zu oft, dafür aber durchdringend zu wässern. Bitte nach dem Gießen kein Wasser im Untersetzer stehen lassen.

Mulchen

Für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgt eine Mulchdecke aus Stroh, Rindenmulch, Rasenschnitt oder anderen Mulchmaterialien. Bei häufigem Mulchen mit Stroh eine zusätzliche Stickstoffgabe geben. Grasschnitt lassen Sie gut antrocknen. Niemals frisch verwenden und immer nur eine dünne Schicht aufbringen!

Kompost: Kürbis als Schattenspender

Pflanzen Sie neben Ihren Kompostbehälter am besten ein bis zwei Kürbispflanzen und leiten Sie die Triebe an den Seitenwänden hoch. Die großen Kürbisblätter beschatten den Kompost und sorgen bei kräftigen Regenfällen dafür, dass er nicht zu stark vernässt.

Kräuterbrühen herstellen

Mit Kräuterbrühen aus Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Rainfarn oder Beinwell können Sie die Widerstandskraft von Tomaten und anderen pilzgefährdeten Pflanzen stärken. Die Wirkung beruht vor allem auf Kalium und verschiedenen Spurenelementen, die aus dem Pflanzenmaterial in die Flüssigkeit übergehen.

Arbeiten im Gemüsegarten

Aussaat

Um während der Saison jederzeit frischen Salat genießen zu können, sollten Sie laufend neue Jungpflanzen nachziehen. Beachten Sie, dass sich für die Aussaat während der Sommermonate nur hitzefeste Sorten eignen. Geeignet sind zum Beispiel Endivien, Eisbergsalat, Kopfsalat, Rucola und Pflücksalate. Bei Temperaturen über 18 Grad Celsius keimen die Samen schlecht, deshalb sollten Sie Pflück- und Kopfsalat bis zur Keimung mit einem weißen Vlies vor Überhitzung schützen. Auch Gemüse wie Blumenkohl, Buschbohnen, Fenchel, Lauchzwiebeln, späte Möhren, Mangold, Pak Choi, Radieschen, Rettich, Radicchio, Rote Bete, Spinat, späte Stangenbohnen, Weißkohl, Zucchini und Kräuter wie Bohnenkraut, Dill, Koriander, Petersilie, Schnittlauch und Winterkresse können jetzt ausgesät werden.

Kräuter verjüngen

Um halbstrauchig wachsenden Kräuter wie Salbei, Thymian und Ysop vor der Vergreisung zu bewahren, können die Pflanzen nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Sie treiben wieder kräftig aus der Basis und bilden dichte Büsche. Schneiden Sie die Pflanzen am besten bei bedecktem Himmel. Auch Rosmarin verkahlt von unten und wird unansehnlich, wenn man ihn nicht regelmäßig nach der Blüte kräftig stutzt.

Kräuter trocknen

Kräuter wie Salbei, Thymian oder Pfefferminze sind vor der Blüte am aromatischsten. Zum Trocknen sollten jetzt geerntet werden.

Tomaten ausgeizen

Tomaten bilden in den Blattachseln sogenannte Geiztriebe, die Sie regelmäßig ausbrechen sollten. Die unerwünschten Seitentriebe beanspruchen unnötig viel Raum und sind sehr instabil, außerdem können sie sich negativ auf den Ertrag auswirken.

Salatgurken ausdünnen

Damit Salatgurken einen kräftigen Mitteltrieb und nicht zu viele Früchte bilden, muss man sie regelmäßig ausdünnen. In der Regel belässt man nur die erste Frucht am sechsten Blatt eines jeden Seitentriebs. Alle Früchte und Seitentriebe in den stammnäheren Blattachseln werden entfernt.

Blütenabwurf bei Paprika vorbeugen

Meist werfen Paprika bei zu üppiger Entwicklung nach höheren Düngergaben plötzlich ihre Blüten ab. Auch Trockenheit, kühle Nächte, zu hohe Temperaturen oder eine ungenügende Befruchtung gelten als Auslöser. Im Frühbeet oder Gewächshaus sollten Sie an wärmeren Tagen kräftig lüften! Außerdem sollten Sie alle 14 Tage sparsam düngen und regelmäßig gießen.

Rhabarber und Spargel

Spargel sollte im ersten Erntejahr nur bis zum 10. Juni, und in den darauffolgenden Jahren bis zum Johanni-Tag (24. Juni) gestochen werden. Vergessen Sie nicht, bei den Rhabarberpflanzen regelmäßig die Blütentriebe auszubrechen. Ab dem 21. Juni ist die Rhabarbersaison dann offiziell vorbei, da die Oxalsäure-Konzentration sonst zu hoch wird. Damit die Pflanzen bis zum nächsten Frühjahr genügend Reservestoffe für die Ernte des nächsten Jahres bilden können, sollte man den Rhabarber düngen, indem man zwei bis drei Liter Kompost in den Boden einarbeitet.

Frühkartoffeln ernten

Frühkartoffeln schmecken am besten, wenn man sie nicht ganz ausreifen lässt. Darum warten Sie besser nicht, bis das Laub abgestorben ist. Aufgrund ihrer dünnen Schale lassen sie sich nicht lange lagern.

Gewächshaus schattieren und lüften

An heißen Sommertagen müssen Sie Ihre Tomaten und Gurken im Gewächshaus durch Schattieren und Lüften vor Überhitzung schützen.

Arbeiten im Ziergarten

Blumen-Aussaat

Ringelblumen, Wicken, Schleierkraut, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse, Gänseblümchen, Goldlack, Klatschmohn, Kornblumen, Sonnenblumen, Vergissmeinnicht, Islandmohn, Stiefmütterchen, Bartnelken, Stockrosen und Schmuckkörbchen können noch ausgesät werden.

Vorblüteschnitt für kompaktere Stauden

Manche Stauden neigen bei zu guter Nährstofflage zu allzu hohem Wuchs, sodass die Triebe mittig auseinanderfallen. Kürzt man sie Mitte Mai bis Mitte Juni um gut ein Drittel bis zur Hälfte der Länge ein, …weiter lesen

Hohe Stauden stützen

Stützen Sie hochwachsende Stauden durch Hochbinden ab, damit sie von eventuell starkem Juniregen nicht an den Boden gedrückt werden. Auf diese Weise hält die Blütenpracht länger.

Pflegemaßnahmen an Rosen

Rosen sollten nur bis Juli gedüngt werden. Spätere Düngergaben verhindern ein Ausreifen des Holzes. Dadurch können die Pflanzen im Winter Frostschäden erleiden. Schneiden Sie verblühte Rosen regelmäßig aus. Der richtige Schnitt sollte so erfolgen, dass er unterhalb des ersten bzw. zweiten voll entwickelten Blattes erfolgt.

Rosenblatt-Rollwespe

Wenn sich vom Blattrand die einzelnen Fiederblätter nach unten hin einrollen, sitzt im Innern häufig eine Raupe. Befallene Blätter sollten Sie entfernen, bevor sich die Larven zur Verpuppung in den Boden zurückziehen.

Formheckenschnitt

Dort, wo keine Vögel mehr brüten, kann die Hecke geschnitten werden. Die meisten Hecken werden so geschnitten, dass sie nach dem Schnitt oben schmaler sind als unten. Schattenverträglichere Gehölze wie Buche oder Hainbuche können auch kastenförmig geschnitten werden.

Arbeiten im Obstgarten

„Wasserschosse“ entfernen beim „Juniriss“

Stark wachsende Apfel- und Birnbäume entwickeln nach einem kräftigen Rückschnitt auf der Oberseite der Äste meist unzählige Neutriebe ("Wasserschosse"). Entfernt man diese beim regulären Baumschnitt, treiben aus der Ansatzstelle oft neue Wasserschosse, die dann ebenfalls entfernt werden müssen. Besser ist es, die gerade einmal 30 bis 40 Zentimeter langen Zweige gegen die Wuchsrichtung mit einem kräftigen Ruck herauszureißen. Voraussetzung für diese „Juniriss“ genannte Methode ist, dass die Triebe noch nicht verholzt sind. Aber Achtung: Nicht alle Triebe müssen entfernt werden, denn diese Triebe sind zukünftiges Fruchtholz! Wie beim normalen Schnitt lässt man geeignete Triebe stehen, auf die der Baum die aufsteigenden Säfte ableiten kann.Vorhandene Knospen ("schlafende Augen") werden bei dieser Methode ebenfalls mit herausgerissen. Somit treibt der Baum im Folgejahr nicht ganz so viele neue Wasserschosse aus und das Baumwachstum wird beruhigt.

Wurm im Apfel

Die Apfelwickler-Falter schlüpfen ab Mitte Mai, die Hauptflugzeit ist um Mitte Juni. Die Weibchen legen nach der Befruchtung ihre Eier an die Früchte und die Raupen entwickeln sich in den Früchten. Am Ende der Raupenentwicklung verlassen sie die Frucht und suchen sich ein Versteck unter Borkenschuppen zur Überwinterung. Im nächsten Frühjahr verpuppen sie sich und aus diesen Puppen schlüpfen dann wieder Apfelwickler-Falter. In warmen Jahren können sich zwei Generationen gleich hintereinander entwickeln. Es lohnt sich bis zum Zeitpunkt des Falterschlupfs die Baumstämme nach Puppen abzusuchen und diese zu entfernen. Fallobst sollte nie liegengelassen werden, da sich hierin oft Raupen befinden. Ab Ende Mai werden Wellpappe- Fanggürtel um die Baumstämme und um die Baumpfähle gelegt. Diese müssen regelmäßig überprüft und Raupen bzw. Puppen daraus entfernt und vernichtet werden, um eine Wirkung zu haben. Von Mai bis August können Apfelwickler- Lockstoff-Fallen aufgehängt werden, mit denen die Männchen abgefangen werden. Ist mit hohen Befallsdruck zu rechnen, kann man zur Eiablagezeit den Eiparasiten Trichogramma ausbringen, oder den Apfelwickler mit einem Granulosevirus-Präparat bekämpfen.

Befall mit Apfel-Gespinstmotte

An vielen Apfelbäumen sind jetzt die Gespinste der Raupen der Apfel-Gespinstmotte (Yponomeuta malinellus) zu sehen. Einen bleibenden Schaden richten diese gefräßigen Raupen an den befallenen Pflanzen in der Regel nicht an. Wenn die Raupen sich verpuppen, wachsen die Blätter schnell nach. Für eine Behandlung mit Spritzmitteln ist es jetzt bereits zu spät. Es gibt verschiedene Gespinstmotten-Arten (häufig sind auch die Traubenkirschen- und die Pfaffenhütchen- Gespinstmotte), welche sehr wirtstreu sind, d.h. dass benachbarte Pflanzen anderer Gattungen nicht in Gefahr sind.

Kirschfruchtfliegen

Mit den Maden der Fruchtfliege befallene Früchte können Sie nicht mehr verwerten. Um einen erneuten Befall im nächsten Jahr zu verringern, müssen Sie alle madigen Kirschen abernten, damit die Larven nicht zu Boden fallen und dort überwintern. Gelbtafeln zum Abfangen von Kirschfruchtfliegen sollten kurz vor dem Farbumschlag der Kirschen von Grün nach Gelb erfolgen.

Monilia reduzieren

Bei mit Monilia infizierten Blüten und Triebspitzen an Aprikosen, Pfirsichen, insbesondere Sauerkirschen und Mandelbäumchen, sollten befallene Stellen herausgeschnitten werden, um den Infektionsdruck zu vermindern. Wie weit eine Pflanze mit diesem Pilz befallen ist, erkennt man gut beim Rückschnitt. Es sollte immer so weit zurückgeschnitten werden, bis in den Schnittstellen kein braunes, befallenes Gewebe mehr erkennbar ist. Die Pilzerkrankung Monilia tritt übrigens über die Blüte in die Pflanze ein.

Mehltau an Stachelbeere

Kontrollieren Sie Stachelbeersträucher auf Mehltaubefall. Befallene Triebspitzen werden abgeschnitten und entfernt. Es gibt Sorten auf dem Markt, die resistent gegen diesen Pilz sind. Solche Sorten, wie zum Beispiel Invicta, sollte man bevorzugen.

Triebinfektion mit Feuerbrand

Achten Sie auf Feuerbrand-Triebinfektionen bei Kernobst. Kontrollieren Sie auch Wirtspflanzen wie Zwergmispel (Cotoneaster), Feuerdorn (Pyracantha), Weißdorn (Crataegus) und Mehlbeere (Sorbus). Bei Befall schneiden Sie weit ins gesunde Holz zurück. Stark befallene Zierpflanzen sollten komplett gerodet und wo möglich verbrannt werden. Desinfizieren der Schnittgeräte nicht vergessen!

Pflaumenwicklerbefall eindämmen

Die Anzahl madiger Pflaumen, Zwetschgen, Pfirsiche und Aprikosen lässt sich reduzieren, wenn Sie regelmäßig die von den Raupen der ersten Generation des Pflaumenwicklers befallenen, abgestoßenen grünen Früchte aufsammeln und vernichten. Dadurch wird die ab Juli fliegende zweite Wickler- Generation deutlich dezimiert.

Schwach tragende Obstbäume

Bei schlecht tragenden Bäumen, die ansonsten ein gutes Triebwachstum aufweisen, sollte man wuchsfördernde Maßnahmen wie Düngung unterlassen. Bäume mit zu geringem Behang bringen oft zu große Früchte, die instabil und weniger gut haltbar sind.

Früchte ausdünnen

Die Fruchtzahl pro Baum in guten Lagen muss noch reguliert werden. Wenn der sogenannte Junifall abgeschlossen ist, kann noch mit der Hand ausgedünnt werden, das heißt, bei Sorten mit zu hohem Fruchtansatz werden überschüssige Früchte von Hand entfernt. Je früher dies geschieht, desto besser ist es für die Blütenbildung im nächsten Jahr. Bei dieser Maßnahme kann schon eine Vorsortierung am Baum vorgenommen werden, das heißt, man kann beschädigte und ungünstige Früchte direkt entfernen. Äpfel sollten so vereinzelt werden, dass pro Fruchtstand bei kleinfrüchtigen Sorten eine Frucht und bei großfrüchtigen Sorten zwei Früchte bleiben. Im Idealfall hängen die Früchte 15 bis 20 cm auseinander. Bei Steinobst können folgende Fruchtzahlen angestrebt werden: - Pfirsiche: faustbreiter Abstand zwischen den Früchten notwendig, da sonst kurz vor der Ernte ein Abdrücken der Früchte droht. - Zwetschgen: max. 20 Früchte pro laufendem Meter Fruchtholz.

Baumscheiben freihalten

Die Baumscheibe, also der Bereich von 50 bis 100 Zentimeter Durchmesser rund um den Stamm, sollte frei von Bewuchs bleiben, da Gräser und Beikräuter mit dem Baum um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Zudem kann ein dichter Bewuchs bis zum Stamm die gefürchtete Kragenfäule fördern. Eine Mulchschicht aus organischem Material verhindert, dass sich nach dem Jäten erneut Unkräuter breitmachen und vermindert die Verdunstung im Wurzelbereich.

Obstbäume bei Trockenheit wässern

Obstbäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume beispielsweise brauchen in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter Wasser. Die Steinzellenbildung bei Birnenfrüchten ist sortenabhängig, aber auch auf Trockenheit während der Fruchtentwicklung zurückzuführen.

Noch mehr Ratschläge, Hinweise und Anregungen

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